Skifahrerin in der Bewegung fotografiert

Stimmige Wintersport-Fotos schießen

So gelingen die Aufnahmen im Schnee

Wir verraten Ihnen, worauf Sie bei der Wintersportfotografie achten müssen und geben Ihnen Tipps für tolle Aufnahmen.

Herausforderungen trotzen beim Fotografieren im Winter

Kameraequipment für die Kälte wappnen

Die Kälte macht nicht nur Ihnen, sondern auch Ihrer Kamera zu schaffen. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt entlädt sich der Kameraakku um einiges schneller als in warmer Umgebung. Falls Sie mit einer Digitalkamera fotografieren, sollten Sie einen Ersatzakku einpacken. Diesen tragen Sie am besten nah an Ihrem Körper, etwa in der warmen Jackeninnentasche. Um Ihr Smartphone mit neuer Power zu versorgen, können Sie auf eine aufgeladene Powerbank samt Ladekabel zurückgreifen.

Reflektierende Wirkung des Schnees beachten

Der hohe Weißanteil und die reflektierende Wirkung des Schnees werden von vielen Kameras falsch interpretiert. Die Kameraautomatik geht oftmals davon aus, dass die Umgebung zu hell ist und regelt die Belichtung daher herunter. In der Folge verliert der Schnee seine strahlend weiße Wirkung und die Winterlandschaft wirkt eher grau als weiß. Experimentieren Sie mit der Belichtungsskala Ihrer Kamera und wählen Sie zum Einstieg ein bis zwei Belichtungsstufen höher. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihr Motiv dadurch nicht zu stark überbelichtet wird.

Für mehr Komfort können Sie, falls vorhanden, das Motivprogramm «Schnee» wählen. Ihre Kamera bestimmt daraufhin die optimalen Einstellungen für eine farbgetreue Abbildung des Schnees.

Skier und Ski-Stöcke in den Schnee gesteckt

Auch der automatische Weißabgleich Ihrer Kamera kann bei der Wintersportfotografie schnell an seine Grenzen geraten. Damit der Schnee am Ende weder blau noch grau, sondern weiß ist, können Sie Ihre Aufnahmen im Dateiformat RAW machen, sofern Ihre Kamera das unterstützt. Die Bilder verlangen dann zwar mehr Speicherplatz als JPEG-Aufnahmen, ermöglichen aber eine umfangreiche Nachbearbeitung. So können Sie den Weißabgleich und viele andere Einstellungen später mit einer Fotobearbeitungssoftware abändern. Das Dateiformat RAW steht mittlerweile auch auf vielen modernen Smartphones zur Verfügung.

Belichtungszeit für dynamische oder gestochen scharfe Bilder

Die Länge der Belichtungszeit entscheidet nicht nur über die Helligkeit Ihrer Bilder, mit ihr können Sie auch gestalterische Eingriffe an Ihren Bildern vornehmen. Die hohen Geschwindigkeiten im Wintersport erfordern in der Regel kurze Belichtungszeiten, um das Motiv frei von Bewegungsunschärfe abzubilden. Dadurch geht jedoch jegliche Dynamik auf dem Bild verloren.

Aufregender wirken Sportbilder, wenn Sie das Hauptmotiv scharf abbilden, die Umgebung aber noch Unschärfe aufweist. Der Betrachter bekommt einen Eindruck von der Geschwindigkeit, die der Wintersportler zum Zeitpunkt der Aufnahme besessen hat.

Das sogenannte «Mitziehen» kann diesen Effekt erzeugen: Der Fotograf verfolgt während des Auslösens die Bewegung des Motivs mit seinem Zoomobjektiv. Die fokussierte Person wird scharf dargestellt, die Umgebung in einen schönen Unschärfeeffekt getaucht. Diese Technik erfordert allerdings eine Digitalkamera mit Zoomobjektiv und kann nicht oder nur beschränkt mit dem Smartphone eingesetzt werden.

Eine Mutter fährt mit ihrer Tochter auf einem Schlitten den verschneiten Berg hinab

Kameramodi für mehr Spaß bei der Wintersportfotografie

Gerade zu Anfang kann die Vielfalt an Einstellungsmöglichkeiten der Digitalkamera oder des Smartphones überfordernd wirken. Die Kameraautomatik ist zwar bequem, führt aber beim Fotografieren von bewegten Motiven häufig zu verschwommenen Aufnahmen.

Nutzen Sie den Sportmodus Ihrer Kamera. Dieser Kameramodus wählt standardmäßig alle nötigen Einstellungen für eine kurze Belichtungszeit, wodurch Sie sich voll und ganz auf Ihr Motiv konzentrieren können.

Die meisten Kameras besitzen auch ein Motivprogramm «Schnee», das auf die spezielle Belichtung und den Weißabgleich bei verschneiter Umgebung eingestellt ist. Testen Sie, ob Sie damit auch «mitziehen» können und so Dynamik erzeugen.

Die Kameraanwendungen vieler Smartphones bieten einen fortgeschrittenen Modus, bei dem sich der ISO Wert und die Belichtungszeit manuell einstellen lassen. An sonnigen Wintertagen sollten Sie den geringsten ISO Wert Ihres Smartphones wählen (meist ISO 50 oder 100). Bei bewölktem Wetter oder in den Abendstunden wählen Sie hingegen lieber einen höheren ISO Wert. Die Belichtungszeit sollte für eine scharfe Darstellung Ihres Motivs nicht mehr als 1/100 s betragen.

Snowboarder wirbelt Pulverschnee hinter sich auf

Interessant sind auch die vielen unterschiedlichen Kamerafilter, mit denen Sie Ihre Wintersportaufnahmen noch interessanter gestalten können. Insbesondere die Schneelandschaften profitieren von den verschiedenen Farbfiltern. Ein Schwarz-Weiß-Filter lässt den Schnee beispielsweise noch strahlender erscheinen, wodurch dieser besser zur Geltung kommt.

Die Möglichkeiten der Kamera ausreizen

Die zentrale Figur bei der Wintersportfotografie ist der Wintersportler selbst. Richten Sie die Bildkomposition nach dem Ski-, Snowboard- oder Schlittenfahrer aus. Am einfachsten gelingt Ihnen das, indem Sie nahe heranzoomen. Mit einer System- oder Spiegelreflexkamera und einem Tele-Objektiv fällt das leicht. Einige Kompaktkameras besitzen ebenfalls einen passablen optischen Zoom.

Mit Smartphones oder mit Kompaktkameras, die keinen ausreichenden optischen Zoom besitzen, sollten Sie nach Möglichkeit näher an Ihr Motiv herangehen, anstatt nur digital zu zoomen. Alternativ können Sie den Weitwinkel des Smartphones auch nutzen, um nicht nur den Wintersportler, sondern auch viel verschneite Winterlandschaft auf das Foto zu bekommen.

Bewegte Bilder im Fotobuch mit der ifolor My Moments App

Die ifolor My Moments App gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre ganz besonderen Momente noch einmal Revue passieren zu lassen. Mit Hilfe der App können Sie die bewegten Aufnahmen Ihrer gedruckten Fotobücher auf dem Smartphone via Augmented Reality nacherleben.

Dargestellt wird dies in Form eines kurzen Videos: Ab dem iPhone 6s haben Sie die Möglichkeit, Live Photos aufzunehmen. Dabei entsteht ein kleines Video der 1,5 Sekunden vor und nach dem eigentlichen Foto.

Mit unserer My Moments App können Sie diese Live Photos in ein Fotobuch drucken lassen. Sie selbst oder Ihre Freunde und Familie können dann, indem sie Smartphone über das gedruckte Bild halten, das kleine Video wieder abspielen. So werden Ihre Wintersportbilder im wahrsten Sinne des Wortes lebendig. Probieren Sie es aus!

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