Gastbeitrag

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Halte sie fest, die schönsten Momente deines Jahres!

Der Jahreswechsel löst bei mir stets entgegengesetzte Gefühle aus. Ich freue mich auf das, was vor uns liegt, blicke aber gleichzeitig ein wenig melancholisch auf das alte Jahr zurück. Ich halte inne. Gehe gedanklich die Monate durch. Februar. Fühle mich zurückversetzt und sehe den zu einem O geformten Kindermund, der die drei Kerzen auf dem Geburtstagskuchen auszupusten versucht. Applaus, leuchtende Augen. Juni. Spüre die salzige Meeresluft auf unserer Haut, die wärmende Sonne auf unserer Nase. Eis, das cremig schmelzend auf Kinderbäuche tropft. September. Höre die ersten Worte der kleinen Tochter.

Ebenso einfache Alltagsmomente tanzen vor meinem inneren Auge. Ich versuche sie gedanklich festzuhalten. Möchte die Erinnerungen mit ins neue Jahr nehmen. Und da kommt auch schon dieser Gedanke auf. Ich sollte doch noch… Ach hätte ich doch schon… Wo ist schon wieder dieser eine bestimmte Schnappschuss… Wo fange ich bloß an? Die Rede ist vom Fotobuch. Alle Jahreswechsel wieder nehme ich mir vor, ein Jahresfotobuch zu gestalten mit unseren schönsten Momenten. Und ich muss ehrlich gestehen: Ich schiebe dieses Vorhaben immer ein bisschen vor mir her.

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Weniger, dafür besser

Im Digitalisierungszeitalter tummeln sich auf Handy, Fotokamera und Festplatte derart viele Fotos aus dem vergangenen Jahr, dass mir die Bildauswahl für mein Jahresfotobuch schwerfällt. Ausserdem existiert in meinem Kopf die fixe Idee, Seite um Seite mit ganz vielen Bildern zu füllen um jeden erdenklichen Augenblick zu verewigen. Der Aufwand, der wie ein riesiger, sich nicht zu bewältigender Berg vor mir aus dem Boden schießt, fühlt sich somit immens an. So erging es mir die letzten Jahre. Bis ich meine Strategie änderte. Und – tadaaah – bereits liegt es vor mir, mein Jahresfotobuch 2018. Meine Tipps:

  • Lieblingsbilder übers Jahr hinweg in einen speziellen Ordner verschieben
  • Diese Lieblingsbilder Ende Jahr im Schnelldurchlauf und mit Bauchgefühl nochmals selektionieren, respektive reduzieren
  • Weniger, dafür besser: Sich pro Fotobuchseite auf wenige gute Bilder beschränken
  • Sich nach den Feiertagen (in den Ferien) bewusst Zeit dafür einplanen

Ich habe also nicht mehr den Anspruch, alle möglichen Momente mit hunderten von Bildern im Fotobuch festzuhalten. Sondern mich auf ausgewählte, aber gute Fotos zu beschränken. So fühlt sich die Arbeit nicht wie eine Expedition auf den Himalaya mit Eispickel und Steigeisen, sondern vielmehr wie eine gemütliche Familienwanderung in den Appenzeller Alpen an. Und jetzt, wo ich mein Werk so in den Händen halte und durch die Seiten blättere, freue ich mich darüber, diese Wanderung auf mich genommen zu haben. Für mich, für meine Kinder, für meine Familie.

Ein paar Fotos meiner Bildauswahl habe ich übrigens für weitere Fotoprodukte verwendet. In der Küche meiner Eltern hängt ein Wandkalender, der sie durchs neue Jahr begleiten wird. Mein Mann wird durch seinen Tischkalender im Büro jeden Tag an seine Familie erinnert und mein Handy schmückt ein Handycover mit den Bildern meiner Kinder. Oh und an kalten Wintertagen trinken wir heiße Schokolade aus unseren Fototassen.

Na dann… 2019, du darfst kommen!

Alle Bilder dieses Beitrags stammen von Isabelle Kade / Mini & Stil und unterliegen ihrem Copyright.

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Isabelle Kade von Mini & Stil

Isabelle Kade ist die Gründerin des Mama- und Lifestyle-Blogs «Mini und Stil», Mutter zweier Mädchen und wohnt mit ihrer Familie in Zürich. Auf miniundstil.ch berichtet sie regelmässig von ihrem Mama-Leben und inspiriert rund 7`000 Follower auf Instagram mit ihrer wunderbar sanften Bildästhetik.

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